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EIn Plädoyer für die Wuchtel

Schon Anfang 2001 haben Biggi und ich die Wuchteln aufgeschrieben die das MSK-Leben so zahlreich gedeihen lässt

und dann mit unserem sprachlich gewandten Mühli das Wuchtelforum gegründet.

Aber warum? Ganz einfach, mich begeistert die Wuchtel. Die Wuchtel kann man abkürzen, ausschmücken, drehen, wenden usw. es bleibt immer eine Wuchtel. Ganz anders die Wahrheit. Wird die Wahrheit auch nur ein klein wenig abgeändert ist es schon nicht mehr die Wahrheit sondern eine Wuchtel. Und manche wahre Geschichten werden durch Momentaufnahmen und Herausheben von zufälligen Details, wie einer Äußerung oder einer Handlungsweise, zu Anekdoten. Daher mag ich Wuchteln und Anekdoten, die den Erzählungen einfach mehr Würze geben.

 

Die Wuchtel unterscheidet sich dann sogar noch in eine einfache und eine Überwuchtel. Die einfache Wuchtel ist nach meinem Verständnis eine Karikatur in Worten, man kann sie wie oben erwähnt überzeichnen (je nachdem wie viel der Betroffene aushält – nein, eigentlich wie viel Unsinn einem blitzartig einfällt) .

 

Im Gegensatz zur Karikatur, die ja Vorhandenes überzeichnet, tritt die Überwuchtel in Erscheinung, die geradezu das Gegenteil von den Eigenschaften des „Opfers“ beschreibt.

 

Unter diesem Aspekt muss man unsere Wuchteln und Munkelungen hören und lesen. 

 

Euer Punkti

 

In Enzyklopädien wie zB Wikipedia steht unter Anekdoten unter anderem:

Als 'anekdoton', also 'das nicht Herausgegebene', hatte Prokopios im 6. Jahrhundert ein kritisches Geschichtswerk mit Indiskretionen über den Kaiser Justinian bezeichnet, das erst nach dessen Tod erschien. Seither gilt die Anekdote als eine zunächst mündlich verbreitete Erzählung einer Episode aus dem Leben einer bekannten historischen Persönlichkeit. Ihr strukturelles Merkmal besteht darin, an einem scheinbar zufälligen Detail - wie einer Äußerung oder einer Handlungsweise - eine Momentaufnahme dieser Person zu entwerfen. Im Mittelalter wurde sie noch - wie der Schwank - als Exempelerzählung genutzt. Oft ist der knappe Handlungsverlauf von einer überraschenden Wendung am Ende gekennzeichnet.

Heinrich von Kleist hat diese literarische Form, die Unterhaltung durch eine Neuigkeit und Phantasie auf Seiten des Rezipienten miteinander verbindet, in den Anekdoten fruchtbar gemacht, die er um 1811/12 in seinen Berliner Abendblättern veröffentlichte. Neben ihrem Fortbestehen als eigenständiger Kunstform hat die anekdotische Darstellung Eingang in vielerlei verschiedene Literaturformen gefunden – Auch in unserem Gasradl